Sonntag, 28. Dezember 2014

Auf der Suche nach den verlorenen Prozenten im Herzen

Tina Weng: Prozentrechnen

Clara ist auf der Suche nach Mr. Right. Doch dabei hat sie ein Problem, denn ihr Liebesspeicher hat noch einige Prozente frei, da er vollgepackt ist mit der Liebe an ihre Exfreunde. Was also tun? Clara muss die vergeudeten Prozente an ihre Exfreunde wieder freibekommen und so begibt sie sich dafür auf eine Reise quer durch Europa…

Tina Weng überzeugt in ihrem Debütroman „Prozentrechen“ vor allem durch ihren angenehmen, modernen Schreibstil und auch durch überzeugende Charaktere.
Gefallen hat mir aber vor allem auch die Idee, eines Liebesspeichers, der für jeden, den sie einmal geliebt hat, Prozente belegt und daher, laut ihrer besten Freundin, auch irgendeinmal voll ist. Interessant ist, wie sie durch Europa reist und überall verflossenen Lieben begegnet. Meistens klappt es allerdings nicht ganz so, wie Clara es plante.
Aber genau das macht sie nur umso sympathischer. Zu ihren Ex-Kerlen möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, nur dass ich manche gut leiden konnte, andere wiederum gar nicht, was mir beim Lesen aber auch gut gefallen hat, da es so einfach spannender blieb. Beglückt wurde ich persönlich dann aber auch mit einem Ende, dass ich mir gewünscht hatte.
Was mir allerdings weniger gut gefallen hat, war die Tatsache, dass sich die Personen öfters mal in einer Fremdsprache unterhalten. Ich habe kein Problem Englisch zu verstehen, ganz im Gegenteil, ich lese sehr häufig Bücher auf Englisch, aber es ist nun einmal so, wenn ich ein deutsches Buch lese, dann erwarte ich auch deutsch. Ganze Dialoge auf Englisch finde ich dann weniger schön und es ist vielleicht nicht jeder willig zu viel auf Englisch zu lesen, weil er/sie es entweder nicht mag, oder aber in Fremdsprachen nicht gut ist. Aber es war ja nicht nur Englisch, auch Französisch und Spanisch wurde gesprochen. Glücklicherweise nicht so viel Spanisch oder Französisch, denn da hätte ich bei mehreren Sätzen auch den Spaß daran verloren. Andererseits war es gerade bei Spanisch und Französisch von der Menge her aber auch gerade so an der Grenze, sodass ich zwar einigermaßen den Kontext verstanden habe, aber es nicht zu 100% verstehen könnte. Denn ich hatte leider nie Spanisch, verstehe zwar einige Wörter, aber eben nicht alles und mein Schulfranzösisch ist leider auch etwas zu lange her, als dass ich noch alles verstehen könnte.

Allem in allem aber eine sehr schöne kurzweilige Geschichte, an der man seinen Spaß finden kann. Aufgrund meines großen Kritikpunktes allerdings kann ich Tina Wengs „Prozentrechnen“ nur mit vier Sternen bewerten.

Bewertung: 4 von 5 Sternen


Dieses Buch durfte ich gemeinsam mit der Autorin bei einer Leserunde auf Lovelybooks lesen! Ich danke für diese tolle Gelegenheit!

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