Sonntag, 28. Dezember 2014

Die Reise in die Höchste Welt

Simon Geraedts: Wächter der Erinnerungen - Die Reise in die Höchste Welt

Quelle: http://bit.ly/1xqZYlh
Im zweiten Teil der zweibändigen „Wächter der Erinnerungen“-Reihe schafft es Kevin in die Höchste Welt zu reisen. Dort muss er sich als Oberster Wächter der dunklen Macht stellen, die das Licht vernichten will. Kevin macht sich also auf den Weg in das Schwarze Land um dort den Herrscher des Bösen zu bekämpfen und so alle Welten zu retten…

Nachdem ich bereits „Wächter der Erinnerungen: Das Band der Freundschaft“ von Simon Geraedts gelesen hatte, befürchtete ich, dass sich meine Schwierigkeiten von ersten Band auch im zweiten fortsetzen würden. Aber ich wurde sehr positiv überrascht.
Simon Geraedts Schreibstil hat im zweiten Band so einen Sprung gemacht, dass das Lesen ein Genuss war. Ich bin diesmal nur so über die Seiten geflogen. Er schafft es immer wieder kleinste Details einzubauen, deren tiefere Bedeutung dem Leser erst später im vollen Ausmaß bewusst wird.
Seine Charaktere haben auch endlich die Weiterentwicklung erfahren, die sie für mich als Leser dringend benötigten. Viele Handlungen aus dem ersten Teil wurden mir aufgrund dessen klarer und auch an sich konnte ich mich endlich in die beiden Protagonisten hereinversetzen und verstand auch endlich Kevins sonderbares Verhalten aus dem ersten Teil.
Auch zeitlich gesehen verläuft die Geschichte nun verständlicher, Zeitsprünge innerhalb der Geschichte sind nun ersichtlicher. Ich empfand es daher als strukturierter, und wurde nicht aufgrund von unvorhersehbaren zeitlichen Sprüngen irritiert.
Weiterhin hat der Autor mit der Höchsten Welt eine sehr komplexe Ebene der Existenz aufgebaut, dessen Beschreibung einen fast in diese Welt abtauchen lässt. Er verdeutlicht aber auch, dass gerade diese Welt wegen ihrer Komplexität sehr verletzlich ist und auch hier das Böse am Werk ist und diese Welt zerstören will.
Zudem zeigt sich in der Geschichte, wie sehr der Mensch doch von seinen Gefühlen, aber auch von seiner Umgebung beeinflusst ist und wie leicht sich der menschliche Geist manipulieren lassen kann, wenn man seinen Glauben verliert. Aber auch zu was Liebe und auch Hass die Menschen treiben kann, denn beide Gefühle sind sehr die stärksten Gefühle, zu denen die Menschen fähig sind. Liebe und Hass liegen einfach sehr nah beieinander und auch das wird in Simon Geraedts Roman deutlich. Außerdem beschäftigt sich „Wächter der Erinnerungen mit sehr philosophischen Fragen wie woher wir kommen, wohin werden wir gehen und was ist der Sinn des Lebens. Ein Leser sollte also für solche Art der Fragen offen sein, dann wird er oder sie garantiert Freude an dem Buch bzw. den beiden Büchern finden.

Aufgrund des doch sehr überraschenden positiven Eindrucks, der Weiterentwicklung des Schreibstiles und der ansprechenden Geschichte möchte ich Simon Geraedts für „Wächter der Erinnerungen: Die Reise in die Höchste Welt“ mit 5 Sternen belohnen. Ich bin sehr froh, dass ich auch noch den zweiten Teil gelesen habe und somit diese Reihe abschließen konnte.

Bewertung: 5 von 5 Sternen


Ich danke dem Autor, dass ich sein Buch gemeinsam mit ihm in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen durfte!

Rezension zum ersten Teil der „Wächter der Erinnerungen“-Reihe:
Wächter der Erinnerungen: Das Band der Freundschaft

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