Donnerstag, 15. Januar 2015

Einfach mal in eine andere Welt abtauchen

Susanne O'Connell: Die Prophezeiung der Volturne

Quelle: http://bit.ly/1sl6Cuf
Volturne haben bronzefarbene Haut, grüne Haare und Kiemen. Doch auch wenn sie scheinbar Wasserwesen sind, können sie eines nicht: Schwimmen. Ihre Prophezeiung besagt jedoch, dass einst ein Erlöser kommen wird und sie wieder eins mit dem Wasser werden. Aber nur der kann sie erlösen, der die drei Aufgaben besteht, die die Volturnen im Alter von 16 Jahren ablegen. Einer, der sich diesen Aufgaben stellen muss, ist der junge Volturne Vagóor. Doch er glaubt nicht an die Prophezeiungen. Die junge Mirihanna allerdings glaubt, dass sie ihr Volk erlösen könnte und will sich den drei Aufgaben stellen. Hin-und hergerissen zwischen der Liebe zu ihr und seinem Nicht-Glauben, beschreitet Vagóor einen Weg, der ihn zum Feind führt, der die Volturne einst aus dem Wasser verbannte...

Wer hier nach Elfen oder Riesen sucht, der sucht vergebens. Susanne O'Connell hat in ihrem Buch „Prophezeiung der Volturne“ eine völlig neue und andersartige Welt geschaffen, mit einer Vielzahl an unbekannten Kreaturen, die einzige Ausnahme stellen da Drachen und Menschen dar. Durch ihre Beschreibungen schafft sie es, eine ganze Welt zum Leben zu erwecken und den Leser Teil dieser Welt werden zu lassen.
Die Charaktere sind sehr interessant gestaltet. Zum einen haben wir da unseren Antihelden Vagóor, der nicht an die Prophezeiung glaubt. So ist auch die scheinbare Heldin Mirihanna als passendes Gegenstück zu Vagóor gewählt, da sie ihr Volk erlösen will und vor allem eins tut: Sie glaubt an die Prophezeiung und an sich selbst. Ihr Selbstbewusstsein fehlt Vagóor, der in sie verliebt ist. Genau aus diesem Grund aber will er ihr helfen, was allerdings im Konflikt zu seinem Nicht-Glauben steht. Der Protagonist ist dadurch hin-und hergerissen, und steht ständig im Konflikt mit sich selbst, was ihn aber durchaus sympathisch macht. Ganz toll haben mir auch seine tierischen Wegbegleiter gefallen, wodurch Vagóor in seinen Sympathiepunkten noch ein Stück höher gestiegen ist.
Zart besaiteten Seelen sei allerdings geraten, dass es hier einige sehr anschaulich und geruchsintensiv beschriebene Szenen gibt, die schauerlich bis schrecklich, gar ekelhaft sein könnten. Wem dies aber nicht zu schaffen macht, der wird an der Geschichte seinen Spaß haben.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es mir als Leser schwer fiel, in diese völlig fremde Welt abzutauchen. Mir fehlten zu Beginn schlichtweg Informationen, die es leichter gemacht hätten, mich zurecht zu finden. Daher dauerte es die ersten paar Kapitel, bis ich in der Geschichte angekommen war.
 
„Die Prophezeiung der Volturne“ von Susanne O'Connell ist eine wunderbare Geschichte, die zu lesen lohnt. Aufgrund meines oben genannten Kritikpunktes ziehe ich allerdings einen halben Punkt ab, sodass ich das Buch insgesamt mit 4,5 Sternen bewerte.

Bewertung: 4 von 5 Sternen


Dieses Buch durfte ich gemeinsam mit der Autorin auf Lovelybooks bei einer Leserunde lesen. Ganz lieben Dank dafür! 

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