Samstag, 7. März 2015

Eine wunderbare Geistergeschichte

Amy Talkington: Liv, Forever

Liv wünscht sich nichts mehr als in das Internat „Wickham Hall“ zu kommen und sie hat endlich ihr Ziel erreicht, denn sie erhält ein Stipendium und wird an der Schule aufgenommen. Dort lernt sie ziemlich bald den charmanten und gutaussehenden Malcolm kennen, der aus einer reichen und angesehenen Familie stammt. Zwischen ihnen entsteht eine Liebe, die nicht sein soll. Schließlich wird Liv ermordet, doch sie kann „Wickham Hall“ nicht verlassen und muss als Geist dort verweilen. Was geht wirklich hinter den Mauern der Schule vor? Und wer ist ihr Mörder?

„Liv, Forever“ von Amy Talkington ist eine spannende und hinreißende Liebesgeschichte. Eine Liebe, die zwischen zwei Welten entsteht. Als Liv und Malcolm sich kennen lernen, leben beide, aber auch hier stammen sie aus zwei verschiedenen Welten. Malcolm stammt aus einer reichen Familie, deren Ahnen schon in „Wickham Hall“ zur Schule gingen. Liv hingegen wurde adoptiert und hatte es in ihrem bisherigen Leben nicht leicht. Zudem musste sie darum kämpfen, dass sie ein Stipendium für die hochangesehene Schule bekommt. Als Liv schließlich stirbt, lebt ihre Liebe dennoch weiter, weiterhin zwischen zwei Welten, der Welt der Geister und der Welt der Lebenden. Diese Liebe fand ich doch sehr schön, dennoch wirkte sie auch sehr kitschig.
Überzeugen konnte mich Amy Talkington mit einem lockeren, leicht lesbaren Schreibstil, der für ein jugendliches Publikum gedacht ist. Die Geschichte wird zu größten Teilen aus der der Ich-Perspektive durch Liv erzählt, aber auch erhalten wir durch Einschübe immer wieder Einblicke zu den anderen getöteten Mädchen in „Wickham Hall“. Somit schafft die Autorin es, alles in ein mysteriöses Ambiente zu einzuhüllen, denn hinter diesen alten Gemäuern spukt es nur so von Geistergeschichten, Verschwörungstheorien, alten Geheimbünden und geheimnisvollen Ritualen. Amy Talkington schafft es zudem stets die Spannung aufrecht zu erhalten und es kommt keine Zeit auf, in der es nur ansatzweise langweilig wird. Ihre Charaktere, die sie in das alte und elitäre Ambiente von „Wickham Hall“ versetzt, kommen glaubwürdig herüber. Man hat zwar das Gefühl, dass Liv mehr oder minder nur von reichen Snobs umgeben ist, aber es passt zu diesem Internat. Gerade weil Liv sich so sehr von den anderen Schülern unterscheidet, hat man unweigerlich das Gefühl, dass sie nicht wirklich nach „Wickham Hall“ gehört, was sie allerdings auch gleich wieder so sympathisch macht, denn im Gegensatz zu den anderen Schülern wirkt sie recht normal. Sehr bald lernt sie dann auch Gabe und Malcolm kennen. Gabe ist selbst Stipendiat, und weiß aus eigener, dass es in dem Internat spukt. Durch diese einzigarte Fähigkeit macht ihn später zum perfekten Vermittler. Mit Malcolm hatte ich allerdings so meine Startschwierigkeiten, da man nichts so genau weiß, meint er es nun ernst mit Liv oder spielt ihr der reiche Schnösel nur einen Streich.
Trotz des schönen Aufbaus der Geschichte und der wunderbaren Charaktere, ging es mir allerdings oft so, dass ich die meisten Handlungen schon vorhersehen konnte und mich eigentlich kaum etwas überraschen konnte. Zudem war mir die Liebesgeschichte auch teilweise zu schnulzig und kitschig.

Amy Talkingtons „Liv, Forever“ ist ein schöner, kurzweiliger Jugendroman. Fans von Paranormal Romance kommen sicher hier voll auf ihre Kosten. Eine wunderbare Unterhaltung für Zwischendurch!

Bewertung: 4 von 5 Sternen


Ich danke, dass ich bei dieser Leserunde auf Lovelybooks dabei sein durfte. Außerdem geht mein Dank an den Gulliver Verlag für die zur Verfügungstellung dieses Rezensionsexemplars!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen