Mittwoch, 19. August 2015

Abenteuer, Rätsel, Spannung und Gefühle

Margot S. Baumann: Im Licht der Normandie

Als Florence Galabert den Haushalt ihrer verstorbenen Oma auflöst, stößt sie dabei in einer alten Holztruhe auf alte Briefe. Diese Briefe stammen aus dem Jahr 1863 und sind in einer ihr unbekannten Sprache geschrieben. Doch wer hat diese Briefe geschrieben und wie kam ihre Oma in deren Besitz? Ein Hinweis im Brief führt Florence in die malerische Kleinstadt Lisieux in der Normandie. Gerade dort angekommen gerät sie allerdings in eine Demonstration gegen die Bebauung einer römischen Ausgrabungsstätte. Dabei stößt sie auf den Attraktiven Alexandre Dubois, der angeblich ein militanter Aktivist ist. Kann er ihr dennoch helfen und das Geheimnis um die Briefe lösen?

Margot S. Baumann nimmt den Leser in ihrem Roman „Im Licht der Normandie“ auf eine abenteuerliche Reise mit, die nicht nur von Rätseln, sondern auch von Gefühlen und Romantik geprägt ist. Dabei ist ihr Schreibstil sehr angenehm zu lesen und man verschlingt Zeile um Zeile. In jedem Kapitel steht meistens ein Charakter im Vordergrund. Weiterhin ist der Roman ein wenig mystisch angehaucht, sagt aber weder dass es wirklich Geister gibt, noch beweist es das Gegenteil. Vermutlich kann da jeder Leser einfach selbst für sich entscheiden.
Die beiden Protagonisten Flo und Alex sind beide sehr sympathisch. Beide Charaktere haben deutliche Stärken, aber auch oft und sehr häufig scheinen ihre Schwächen durch. Gerade wenn es um das Miteinander zwischen den beiden geht, war der Weg doch eher holprig und sie boykottierten sich zumeist unbewusst gegenseitig. Ganz anders dagegen der Antagonist Gregor. Sein Charakter ist doch sehr schwarz/weiß dargestellt und man sucht beinahe vergeblich nach einer guten Seite an ihm. Dennoch passte es in dem Roman, dass man vom ihm meist nur die schlechten Eigenschaften mitbekommen hat.
Die Handlung selbst verläuft recht geradlinig, ist dennoch spannend, auch wenn man sich teilweise die Lösungen der Rätsel schon denken kann, empfand ich es nicht als störend. Alle Fragen werden zudem beantwortet. Etwas überrascht war ich, als dann der Epilog kam, der für mich in der Handlung doch sehr plötzlich auftauchte. Es wurden allerdings alle unbeantworteten Fragen noch im Epilog geklärt, sodass es für mich so in Ordnung war und man trotzdem ein stimmiges Ende erhalten hat.

 „Im Licht der Normandie“ ist ein schöner kurzweiliger Roman, der hält was er verspricht: Abenteuer, Rätsel, Spannung und Gefühle. Trotz kleiner Schwächen kann ich den Roman bedenkenlos weiterempfehlen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen


Ich möchte der Autorin Margot S. Baumann danken. Dank ihr konnte ihr klasse Buch in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen