Donnerstag, 3. März 2016

Ein Liebesroman aus Männersicht

Andy Jones: Zwei für immer

Als Ivy und Fisher sich kennen lernen, ahnen die beiden noch nicht, dass sie bald ein gemeinsames Schicksal zusammenhalten wird. Denn Ivy wird bei einer ihrer ersten Begegnungen von Fisher schwanger. Fortan versuchen die beiden ein Paar zu sein, um für das Leben, das in Ivy heranwächst, da zu sein. Fisher muss aber nicht nur um die schwangere Ivy kümmern, sondern auch noch um seinen schwerkranken Freund El…

Andy Jones Schreibstil ist sehr angenehm. Sehr klar und deutlich formuliert, ohne Umschweife. Geschildert wird die Geschichte von Fisher und Ivy aus der Ich-Perspektive, aus Sicht von Fisher. Damit erhalten wir einen guten Einblick in Fishers Gefühlswelt. Durch die Erzählperspektive ist allerdings Ivys Gefühlswelt sehr eingeschränkt und oft wusste ich nicht, was in ihr vorging oder wie sie zu den Dingen steht, da sie manchmal ein wenig gefühlskalt wirkte. Hier fehlte mir zunächst Hintergrundwissen und erst später kann man ihr Wesen besser verstehen und erst gegen Ende ihr gegenüber Sympathie entwickeln. Aber nicht nur Ivy fand ich schwer zu entschlüsseln, sondern viele andere (Neben-)Figuren auch, da hier oftmals Wissen fehlte, dass man aus der Ich-Perspektive natürlich nicht vermitteln kann. Nichtsdestotrotz tut dies meiner Meinung nach der Geschichte keinen Abbruch, denn auch Fisher muss Ivy erst einmal besser kennen lernen, und so auch der Leser mit ihm.
Emotional berührt hat mich im Laufe des Romans zudem auch immer wieder die Geschichte mit El, die im Grunde doch sehr traurig war, aber es gab auch – trotz seiner Erkrankung – schöne Momente. Sehr emotional wurde es auch bei Fisher und Ivy gegen Ende des Romans. Kurz vor Ende wurde es für mich sehr tränenreich, sodass ich beim Lesen eine Pause einlegen musste. Dies hatte ich nicht so sehr erwartet, da die Handlung im Grunde des geradlinig und auch ohne große Ereignisse war. Dennoch hat mir Andy Jones „Zwei für immer“ sehr gut gefallen.

Andy Jones schreibt hier gewiss einen etwas anderen Liebesroman, der relativ nüchtern erzählt wird – eben aus Männersicht. Dennoch hatte er das gewisse etwas, konnte mich gut unterhalten und ich kann den Roman durchaus weiterempfehlen. Aufgrund des für mich schweren Zugangs zu einigen Figuren vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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