Sonntag, 10. Juli 2016

„Wir sehen uns auf der anderen Seite.“

Andreas Suchanek: Ohne Ausweg. Heliosphere 2265 21

Die Crew der HYPERION bereitet sich auf das Ende vor und verbringt ihre verbleibenden Tage und Stunden auf den Planeten der Aaril. Doch noch haben sich nicht alle mit dem Schicksal zufriedengegeben. In der Gegenwart herrscht immer noch Chaos im Alzir-System. Die Wirbel, die vom Projekt Dark Wave ausgelöst wurden, bedrohen noch immer vereinzelte herumstreifende Schiffe, aber auch politisch gesehen, versucht die neue Präsidentin noch immer eine Regierung zusammenzustellen…

Langsam fällt es mir immer schwerer, noch etwas Neues über Heliosphere 2265 zu berichten. Schließlich sind wir bereits beim 21. Band. Dennoch: Die Serie kann nach wie vor qualitativ überzeugen. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen, die Spannung wird stets hochgehalten. Und schließlich endet sie in einem sehr fiesen Cliffhanger in einem der Epiloge, auf den allerdings diesmal verzichtet wurde – auf den Epilog versteht sich, aber auch der Cliffhanger ist diesmal eher sanfterer Natur. Man möchte zwar wissen, wie es weitergeht und was als nächstes passiert, aber die Gemeinheit hält sich in Grenzen. Der Leser wird mal nicht ganz als nervliches Frack zurückgelassen mit einer wahnsinnigen Ungeduld, bis der Cliffhanger im nächsten Band gelöst wird. Aber vermutlich ist das nur die Ruhe vor dem Sturm oder in diesem Fall dem Zyklusfinale (Band 24). Schätzungsweise wird es in den Bänden 22 und 23 noch sehr gemein werden, da ist es von Andreas Suchanek schon sehr nett, dass er einmal die Nerven seiner armen Leser schont.
Weiterhin gibt es in diesem Band wieder einige nette Details, vor allem was die interessante Welt der Aaril angeht. Ich konnte mir die Welt durchaus vorstellen und würde einmal selbst gerne die Kristallwälder besuchen.
Auch wieder mit von der Partie ist die K.I. CARA. Ich habe sie mittlerweile irgendwie liebgewonnen und möchte sie auf der HYPERION gar nicht mehr missen, vor allem da sie doch sehr hilfreich ist, aber auch durch die Entwicklung ihrer Persönlichkeit immer wieder für lustige Situationen bzw. Sprüche sorgt.
Damit kommen wir auch schon zum nächsten Aspekt, denn der Humor in dem Band ist wieder einmal herrlich. Ich musste – trotz mancher Ernsthaftigkeit einiger Situationen – doch sehr lachen. Situationskomik ist eben etwas Feines und der Herr Autor macht auch gerne Gebrauch davon. Weiter so!
Somit komme ich auch schon zum letzten Punkt meiner List. Trotz der reinen politischen Lage im Alzir-System, hier mag ich zu behaupten, dass ich auch eine Intrige durch Alexis Cross auf uns zufliegen sehe, kommt die Action zumindest in der Zukunft nicht zu kurz. Denn es erwarten uns neben der spannenden Frage, schaffen sie es oder schaffen sie es nicht, noch ein fesselnder Raumkampf. Es gibt also keine Zeit für Langeweile.

Ich habe jedenfalls die „Ruhe vor dem Sturm“ in diesem Band genossen. Dennoch kommt man an Unterhaltung nicht zu kurz, denn es ist nicht nur spannend und wieder actionreich, sondern auch humorvoll. Dieser Band macht – trotz nichtfiesem Cliffhanger – einfach Spaß und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

Bewertung: 5 von 5 Sternen


Infos zum Buch:

Greenlight Press, 2014
Science Fiction, 126 Seiten
E-Book 2,49 €
ISBN: 9783958340077


Mehr Info über Andreas und seine Projekte findet ihr auf andreassuchanek.de.

Weitere Informationen sind zudem unter folgenden Links zu finden:
http://www.heliosphere2265.de
http://www.greenlight-press.de
https://www.facebook.com/Heliosphere2265 

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