Mittwoch, 22. März 2017

Wunderschöne emotionale Geschichte

Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr

Lou Clark weiß eine Menge. Sie weiß, wie viele Schritte es von der Bushaltestelle bis nach Hause sind. Sie weiß, dass ihr die Arbeit im Café »Buttered Bun«“ gefällt, und sie weiß, dass sie ihren Freund Patrick vielleicht nicht liebt. Was Lou nicht weiß: Sie wird ihren Job verlieren und einen neuen annehmen, der alles Bisherige in Frage stellt. Will Traynor weiß, dass der Motorradunfall ihm den Lebensmut genommen hat. Er weiß, dass alles sich klein und freudlos anfühlt, und er weiß ganz genau, was er dagegen tun wird. Was Will nicht weiß: Lou wird in sein Leben platzen wie eine Explosion aus Farben. Und weder Lou noch Will wissen, dass sie das Leben des anderen für immer ändern werden. (Klappentext)

„Jojo Moyes schreibt so toll“, sagte eine Freundin vor einiger Zeit zu mir. Nun, wenn die Autorin doch so wunderbar schriebe, warum also nicht mal testen, ob ich auch so empfinde? Entschieden habe ich mich dann dafür, „Ein ganzes halbes Jahr“ zu hören und ich wurde nicht enttäuscht. Begeistern konnte mich Jojo Moyes aber nicht nur durch diese berührende Geschichte, auch ihr Schreibstil ist fantastisch und sie nimmt uns mit auf eine Reise, ja, ein klein wenig auf eine kleine Achterbahnfahrt der Gefühle, was diese Geschichte schön und traurig, aber auch immer mal wieder lustig macht.
Lou ist einem eigentlich direkt sympathisch durch ihre natürliche und unverfängliche Art. Gerade das macht sie wohl in den Augen von Will Traynors Mutter perfekt für diesen Job, da sie einfach anders ist, voller Lebensfreude, an der es Will in letzter Zeit nun leider ja doch fehlt. Die Protagonisten sind auch sehr gut dargestellt, man kann ihren Handlungen folgen und gerade bei Lou bemerkt man eine Entwicklung, aber auch Will ändert sich. Das macht das Buch einfach so lesens- bzw. hörenswert. Lou, die die Hoffnung nicht aufgeben will, wieder mehr Farben, mehr Freude in Will Leben zu bringen. Mich hat Lous Stärke diesbezüglich beeindruckt und das ist auch eines der vielen Aspekte, die „Ein ganzes halbes Jahr“ für mich doch sehr wunderbar machen, auch wenn die Geschichte natürlich auch dramatisch ist.
Gelesen wird der größte Teil des Hörbuches übrigens von Luise Helm, die dabei einen fantastischen Part abliefert und das ganze gerade zu einem Hörgenuss werden lässt. Dank ihrer Stimme lässt es sich nämlich noch leichter in das Geschehen hineinfinden und ich hatte das Gefühl, dass Lou die Geschichte tatsächlich erzählt. Weitere Sprecher sind Ulrike Hübschmann, Romanus Fuhrmann, Nina West, Reinhard Kuhnert und Anne Helm, die Sprechparts aus Sicht von anderen Figuren übernehmen. Der Sprecherwechsel ist somit durchaus gelungen und macht das Hörbuch zu etwas ganz Besonderem.

„Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes ist ein wunderbares (Hör-)Buch, dass von vorne bis hinten sehr gut unterhält und zum Ende sehr emotional wird!

Bewertung: 5 von 5 Sternen 


Infos zum Hörbuch:

Argon Hörverlag, 2015
Roman / Gegenwartsliteratur
Laufzeit: ca. 14 Stunden 45 Minuten
Ungekürzte Lesung

Hörbuch 2 MP3-CDs 12,95 €
ISBN: 978-3-8398-9279-4

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